Firma: GÖTTFERT

Grenzviskosität

Es wird eine einfache Methode beschrieben um die Grenzviskosität respektive intrinsische Viskosität IV zu bestimmen. Dies erfolgt über ein Korrelationsverfahren, ganz ohne chemische Lösungsmittel. Das Verfahren eignet sich besonders für PET und Polyamide.

Einleitung

Die intrinsische Viskosität (IV oder η) beschreibt die strukturellen und rheologischen Eigenschaften von hoch konzentrierten Lösungen und Polymerschmelzen in cm³/g. Sie wird verwendet, um das mittlere Molekulargewicht von PET- und PA-basierten Kunststoffen zu charakterisieren.

Methode

Die Korrelationsbeziehung muss repräsentativ, einmalig, anhand von gemessenen Schmelzindexen oder Schmelzviskositäten und Grenzviskositäten bestimmt werden. Dieser Datensatz sollte  mindestens drei Wertepaare (IV-Wert und Schmelzindex bzw. Schmelzviskosität) umfassen.

Aus Modellrechnungen ergibt sich eine Korrelation zwischen gemessenen und berechneten Grenzviskositäten IV und IVRheo. Diese Korrelationsbeziehung ist eine Geradengleichung mit den zwei Konstanten A und B.

Mit diesen wird anschliessend die Berechnung der Grenzviskosität ausgeführt.

Die Konstanten gelten jeweils für ein Prüfgewicht bzw. eine Schergeschwindigkeit unter der Voraussetzung, dass immer die gleiche Prozedur durchgeführt wurde.

Ablauf in 3 Schritten

  • Aus dem Mittelwert der MI Messung oder aus der Viskosität wird pro Gewicht ein IV-Wert berechnet.
  • Aus Modellrechnungen ergibt sich eine Korrelation zwischen gemessenen und berechneten Grenzviskositäten IV und IVRheo.
  • Die Korrelationsbeziehung ist eine Geradengleichung mit 2 Konstanten A und B. Die Konstanten A und B der Korrelationsbeziehung müssen zunächst ermittelt werden, damit anschliessend die Berechnung von IV ausgeführt werden kann.

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